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Auszug aus der Internetseite www.tierarzt-auf-raedern.de

Geriatrie... die Altersvorsorgeuntersuchung

Was passiert beim Altern... 
Die hier 16 Jahre alte Hündin Molli wurde 20 Jahre.Die hier 16 Jahre alte Hündin Molli wurde 20 Jahre.
Altern ist ein normaler Prozess. Auch ein Tier wird im Alter leichter krank. Aber auch bei einem Tier kann man gegen (Alters-)Krankheiten vorbeugen.

Im Alter lässt die Leistungsfähigkeit nach. Auch verliert der Körper nach und nach die Fähigkeit, auf negative Außeneinflüsse schnell zu reagieren. Das ist der Grund für die häufigeren Erkrankungen im Alter.

Viele Krankheiten können Sie eindämmen, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Hierfür ist die regelmäßige Altersvorsorgeuntersuchung wichtig.

Einige der Erkrankungen sind nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand und Risiko zu beheben. Hier gilt es, Symptombekämpfung zu betreiben, um eine möglichst hohe Lebensqualität über einen langen Zeitraum zu erhalten. Lang ist dabei immer relativ zur Lebenserwartung des Tieres. Für eine Katze ist z.B. ein Jahr mehr lebenswertes Leben wie für einen Menschen 5 Jahre. Ein Jahr Leiden verhält sich entsprechend.

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Erkrankungen erkennen...  32 jahre alte KatzeZu den häufigsten Alterserkrankungen gehören Erkrankungen des Herz- Kreislauf- Systems, Niereninsuffizienz, Schilddrüsenerkrankungen, Zahnerkrankungen, Tumorerkrankungen, Erkrankungen der Prostata, Gelenkverschleiß, Probleme mit der Wirbelsäule, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck, Hauterkrankungen als Folge von Organerkrankungen, Übergewicht, Störungen des Verdauungsapparates, Harn-Inkontinenz etc...

Anzeichen für Altersprobleme sind z.B.
  • vermehrtes Trinken und / oder Urinieren
  • unregelmäßiges oder regelmäßiges Erbrechen
  • unregelmäßiger wechselnder Kot (zu weich, zu hart)
  • wechselnde Fresslust
  • verminderte Leistungsfähigkeit oder Leistungsbereitschaft
  • Verlust der Stubenreinheit evtl. auch im Schlaf
  • Gewichtsveränderungen
  • Wahrnehmungsverzögerungen im Alltag (optisch, akustisch)
  • leichtes oder starkes Zittern
  • Lethargie, mehr schlafen, unterbrochene Schlafphasen, schnelles erschöpft sein
  • andauernde Lautäußerungen (jaulen, schnurren, fiepen...)
  • Orientierungslosigkeit, gegen Wände-, Türen- und Möbel rennen oder im Kreis laufen
Fällt Ihnen eines oder mehrere dieser Symptome bei Ihrem Liebling auf, zögern Sie nicht Ihre Tierärztin zu kontaktieren. Je früher unterstützend eingegriffen wird, desto eher ist Hilfe möglich.

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Vorsorgeablauf...  Alte BoxerhündinWann ein Tier alt ist, kann man pauschal nicht sagen. Einmal ist das von der Tierart (Hund, Katze, Kaninchen...) abhängig, anderseits gibt es selbst innerhalb der Arten erhebliche Schwankungen: Große Hunde werden meist nicht so alt wie kleine, Perser nicht so alt wie Hauskatzen...
Um den richtigen Zeitpunkt für das Eingreifen zu erkennen, muss man daher das Tier individuell betrachten. Die Tierärztin sollte schon zwei bis drei Jahre vor dem "Alt-werden" mit regelmäßigen Geriatrie-Untersuchungen beginnen. Die Normalwerte des Einzeltiers geben erheblich mehr Auskunft über den tatsächlichen Gesundheitszustand, als der statistische Mittelwert.

Die Vorsorge beginnt also bei dem vermeintlich gesunden Tier in den besten Jahren. Sie sollte ein mal im Jahr stattfinden... z.B. in Verbindung mit der jährlichen Impfung. Hier können neben den Standarduntersuchungen folgende Punkte genauer betrachtet werden:
  • Blutuntersuchung mit Organprofilen von Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse und Stoffwechsel sowie Überprüfung des roten und weißen Blutbildes (Geriatrieprofil)
  • Harnanalyse einschließlich Sediment
  • Kotuntersuchung auf Parasiten
Sollten irgendwo Abweichungen zu den Normalwerten erscheinen, sind u.U. weitere Untersuchungen nötig.

Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Liebling langsam zur Ruhe kommt? Gönnen Sie ihm ein entspanntes Alt-werden.

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Wie alt ist mein Tier in Menschenjahren...  Abgesehen von dem oben gesagten gibt es "Pi*Daumen-Methoden", um Tieralter in Menschenalter umzurechnen.
Es werden dabei bestimmte Entwicklungszeitpunkte zueinander in Relation gesetzt. Wesentlich hierbei sind:
  • Einsetzen des Geschlechtstriebs (Mensch ca. mit 14 Jahren)
  • Wann ausgewachsen (Mensch ca. mit 20 Jahren)
  • Einsetzen der "Altersbeschwerden" (Mensch ca. mit 45 Jahren)
  • Durchschnittliche Lebenserwartung (Mensch ca. mit 85 Jahren)
Bei Tieren gilt aber wie bei Menschen: Nicht jeder wird 100... aber manche auch älter ;-)

Katzenalter in MenschenjahrenKatzenalter in Menschenjahren
Für die Katze sagt man z.B. dass das erste Jahr 16 Menschenjahren entspricht, das zweite acht und jedes weitere vier.
Die älteste Katze, von der ich hörte, wurde 32 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 17 Jahren.

Meine Katze ist Jahre alt.
Das entspricht in etwa Menschenjahre(n)



Hundealter in MenschenjahrenHundealter in Menschenjahren
Für kleine Hunde sagt man z.B., dass das erste Jahr 15 Menschenjahren entspricht, das zweite 10 und jedes weitere fünf.


Hundealter in MenschenjahrenHundealter in Menschenjahren
Größere Hunde werden langsamer erwachsen und nicht so alt. Bei ihnen rechnet man mit 12 Jahren für das erste Lebensjahr und sieben Jahre für jedes weitere.
Der älteste Hund, von dem ich hörte, wurde 29 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 13 Jahren bzw. 10 Jahren.

Mein Hund ist Jahre alt.
Das entspricht bei kleinen Hunden in etwa Menschenjahre(n),
bei großen Hunden in etwa Menschenjahre(n)


Kaninchenalter in MenschenjahrenKaninchenalter in Menschenjahren
Für Kaninchen ist das schon schwieriger. Je kürzer die Gesamtlebenserwartung eines Tieres, desto ungenauer sind solche Schätzungen.
Kaninchen sind sehr schnell geschlechtsreif und bleiben dann bis kurz vor dem Lebensende auf einem Niveau.
Hauskaninchen werden älter als Wildkaninchen, Zwergrassen älter als große Tiere.
Um Aussagen machen zu können benötigen wir hier die Altersangaben in Monaten.
Das älteste Kaninchen, von dem ich hörte, wurde 18 Jahre (216 Monate) alt, die Durchschnittliche Lebenserwartung bei Haus-Zwergkaninchen liegt bei (6-) 10 Jahren.

Meine Kaninchen ist Monate alt.
Das entspricht in etwa Menschenjahren (sehr grob geschätzt)


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Dr. med. vet. Imke Rieksmeier
Tel: 0172 / 724 03 32 | Fax: 040 / 64 53 96 97
Internet: http://www.tierarzt-auf-raedern.de
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