Tierärztlicher Hausbesuchdienst 

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Auszug aus der Internetseite www.tierarzt-auf-raedern.de

Schutzimpfungen & Entwurmung für Hunde...

Die Impfung Für eine lange Freundschaft
Jede Impfung besteht aus der sogenannten Grundimmunisierung und den ein- bis dreijährlichen Auffrischungsimpfungen.
Eine Grundimmunisierung besteht aus 2 Teilimpfungen im Abstand von 3-4 Wochen und einer weiteren maximal 12 Monate später. Sie hat zum Ziel im Körper eine Art Gedächtnis hervorzurufen, das für einen Zeitraum von etwa einem Jahr anhält. Auffrischungsimpfungen sollten daher maximal 14 Monate später stattfinden, da dieser Effekt sonst verloren gehen kann und eine neuerliche Grundimmunisierung nötig ist.

Damit Sie die Auffrischungsimpfung nicht vergessen, haben wir für Sie einen kostenlosen Impferinnerungsservice eingerichtet. Sie werden dann zukünftig per Email von uns an anstehende Impfungen erinnert.

Der Erfolg einer Schutzimpfung hängt von folgenden Voraussetzungen ab:
  • Nur gesunde Hunde dürfen geimpft werden
  • Parasitenfreiheit, d.h. vorhergehende Entwurmung und Entflohung
  • Vermeidung von Stress wie z.B. Besitzer- oder Ortswechsel
  • Einhaltung der Impfintervalle
Das angeführte Impfschema stellt eine Richtlinie dar. Sie können jedoch von Ihrem Tierarzt einen individuellen Impfplan erstellen lassen.

Impfschema für Welpen
6. Lebenswoche Impfung gegen Parvovirose
8. Lebenswoche Impfung gegen Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten
12. Lebenswoche Impfung gegen Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und Tollwut
16. Lebenswoche Impfung gegen Tollwut


Impfschema für erwachsene bisher ungeimpfte Hunde:
  • Impfung des Hundes gegen Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und Tollwut
  • 3-4 Wochen später Wiederholung der gleichen Impfung
  • danach Auffrischung alle ein bis drei Jahre, je nach Impfstoff und Infektionsdruck
Sämtliche Impfstoffe liegen in Form von Kombinationsimpfstoffen vor, d. h. eine einzelne Injektion enthält sämtliche Komponenten. Somit wird das notwendige "Übel" Impfung nicht zur Qual.

Interessant: Reiseplaner für Haustiere. Welche Krankheiten gibt es im Ausland und wie bereite ich meinen Hund darauf vor. Auch als App fürs Smartphone
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Schutzimpfung gegen Borreliose
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Weiter steht beim Hund die Schutzimpfung gegen Borreliose zur Verfügung. In Europa gibt es 5 verschiedene Borreliose-Stämme. Der Impfstoff schützt jedoch nur gegen Borrelia burgdorferi.
Der beste Schutz gegen alle Borreliose-Stämme bleibt die Vorsorge (Anti-Zecken-Mittel alle 3-4 Wochen) und das regelmäßige, tägliche Absuchen des Tieres nach Zecken. Die Übertragung der Borreliose findet i.d.R. nicht in den ersten 24h statt.

Grundimmunisierung:
  1. Impfung ab der 12. Lebenswoche
  2. Impfung 3-5 Wochen später
Auffrischung:
Einmal jährlich vor der risikoreichen Saison, am besten zwischen Oktober und März. Bei hohem Infektionsrisiko sollte Ihr Hund alle 6 Monate geimpft werden.

Die Borrelioseimpfung ist kein Schutz vor Zecken, sondern nur gegen die Übertragung eines (von fünfen) Borreliose-Stamms. Zeckenbefall wird weiterhin stattfinden.

Interessant:
     - Zecken
     - Zeckenbiss, Zeckenentfernung
     - Flöhe, Flohbefall, Flohprophylaxe

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Die Entwurmung...
Warum entwurme ich meinen Hund?
Regelmäßige Entwurmung ist eine hygienische Pflicht, um sowohl den Hund als auch den Menschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.
Die Entwurmung ist aber keine Impfung. Sie schützt nicht über einen gewissen Zeitraum vor Neubefall. Sie tötet nur den aktuellen Befall ab. Geht Ihr Liebling morgen wieder raus, kann er sich erneut Würmer holen.

Wie erfolgt die Übertragung von Würmern?
Saugwelpen werden bereits über die Muttermilch mit Spulwürmern infiziert. Die vorwiegende Übertragung erfolgt durch die Ausscheidung von Wurmeiern mit dem Kot, die sich in der Umgebung zu infektionsfähigen Larven entwickeln. Diese gelangen dann über die Maulhöhle in den Magen-Darmtrakt unserer Haustiere. Weiterhin ist ein Befall durch den Verzehr von rohem Fleisch oder auch Fliegen möglich.
Larven von Hakenwürmern sind sogar in der Lage die gesunde Haut des Hundes zu durchdringen. Bandwürmer hingegen geben einzelne Glieder ab, die im eingetrockneten Zustand einem Reiskorn gleichen. Diese müssen aber erst von einem Floh oder einem Nagetier aufgenommen werden, um für den Hund ansteckend zu werden. Daher geht eine wirksame Bandwurmvorbeuge mit einer regelmäßigen Flohbekämpfung Hand in Hand.

So entwurmen Sie Ihren Hund richtig:
Muttertiere: 10 Tage vor der Geburt
Welpen ab dem 14. Lebenstag: Alle 2 Wochen bis zum Absetzen der Welpen gemeinsam mit der Mutter. Dann noch 2 mal.
Alle Hunde ansonsten 4x jährlich
Sowie 3 Tage vor (oder 14 Tage nach) jeder Schutzimpfung... nur nicht gleichzeitig.
Variationen der Darreichung bei der Nutzung unterschiedlicher Präparate sind möglich. Folgen Sie den Anweisungen Ihres Tierarztes.

Interessant:
     - Nematoden
     - Bandwürmer
     - Giardien

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Die Krankheiten...
Was ist Parvovirose
Eine Viruserkrankung, die häufig auf Ausstellungen, wo viele Hunde zusammen sind, übertragen wird. Anzeichen: plötzlich auftretender, blutiger Durchfall, starkes Erbrechen, das ebenfalls blutig werden kann. Der Hund wird apathisch, verweigert die Nahrungsaufnahme und leidet unter starkem Flüssigkeitsmangel.
Der Erreger, das Parvio-Virus, wird von erkrankten Tieren massenhaft mit dem Kot ausgeschieden und ist in der Ausßenwelt sehr lange lebensfähig (bis zu 6 Monate!). Typische Ansteckungsquellen sind mit Kot beschmutztes Futter, Gegenstände und Kleidung.

Was ist Tollwut
Die schlimmste aller Viruserkrankungen ließ sich bisher nicht ausrotten oder eindämmen.
Anzeichen: abnormes Verhalten, Beißwut, Lähmungen und Krämpfe, Schluckbeschwerden.
Die Schutzimpfung der Hunde ist besonders wichtig, da so die Übertragungskette vom erkrankten Wildtier auf den Menschen unterbrochen wird. In Tollwutsperrbezirken ist die Impfung für den Hund unter Umständen lebensrettend, da frei laufende Hunde als tollwutverdächtig getötet werden können, wenn sie nicht die Tollwutimpfmarke mit der Jahreszahl der letzten Impfung am Halsband tragen.

Gibt es noch Tollwut in Deutschland?
Die Säugetiertollwut gilt in Deutschland als ausgerottet. Die Fledermaustollwut nicht. Die Fledermaustollwut ist ansteckend für Säugetiere. Eine geschwächte, am Boden krabbelnde Fledermaus ist ein prima Spielzeug für Katzen und Hunde und somit ein nicht zu unterschätzender Infektionsquell.
Weiterhin werden immer mehr Haustiere aus dem Ausland nach Deutschland "geschmuggelt". In den meisten Ländern dieser Welt ist die Tollwut weiterhin ein ernstzunehmendes Problem. Besteht der Verdacht, dass Ihr Tier mit einem tollwütigen Tier Kontakt hatte, wird der Tollwuttiter im Blut gemessen. Dieser gibt Informationen über die durch Impfungen erreichte Immunität des Tieres gegen Tollwut.
Ist der Titer z.B. durch nicht- oder zu seltenes Impfen zu niedrig, gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Ihr Tier wird sofort eingeschläfert.
2. Ihr Tier kommt 6 Monate in totale Quarantäne.
Was geschieht liegt im Ermessen des Sachbearbeiters. Nicht selten wird die Einschläferung als die "tierfreundlichere" Variante vorgezogen.
Ob eine Infektion vorgelegen hat, kann ansonsten nur am toten Tier nachgewiesen werden. Wurde Tollwut nachgewiesen, werden alle nicht geimpften Kontakttiere ebenfalls getötet.

Interessant: Rabies - Bulletin - Europe, Das europäische Tollwut-Informations-System der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) (englisch)

Was ist Staupe
Es handelt sich dabei um eine Virusinfektion, die 2 bis 7 Tage nach der Ansteckung ausbricht. Da das Virus in der Außenwelt einige Zeit bestehen kann (bis zu 6 Monate), ist nicht nur eine Übertragung von Hund zu Hund möglich, sondern auch indirekt über den Menschen. Besonders empfindlich sind Junghunde.
Von den Symptomen her unterscheidet man mehrere Verlaufsformen. Bei der Darmstaupe kommt es zu Fieber, Durchfall und Erbrechen. Die Lungenform geht mit einer Entzündung des oberen Atemtraktes einher und in der Folge kommt es auch zu einer Lungenentzündung. Die nervale Form (Symptome wie Krämpfen, Lähmungen, etc.) nimmt in der Regel den ungünstigsten Verlauf.
Die Staupe ist keine reine Welpenkrankheit. Durch systematische Impfung wurde sie stark zurückgedrängt, ist aber nicht verschwunden.

Was ist Hepatitis contagiosa canis
Eine durch Viren hervorgerufene, ansteckende Leberentzündung.
Die Übertragung erfolgt über den Kontakt mit anderen Hunden oder an durch Kontakt zu Körperausscheidungen (Kot, Urin, Speichel) anderer Hunde.
Einige Tage nach der Ansteckung zeigt sich Müdigkeit, vermehrter Durst und Appetitverlust. In der Folge treten Bauchschmerzen auf. Die Hunde werden sehr berührungsempfindlich!
Bei Welpen verläuft die Erkrankung zumeist tödlich.

Leptospirose
Eine bakterielle Infektion, die hauptsächlich durch Nagetiere übertragen wird. Oft kommen diese Erreger aber auch in stehenden Gewässern vor. Die Tiere werden matt, haben Fieber, bekommen Durchfall und Gelbsucht. Die Krankheit kann als leichter Infekt bis zum tötlichen Leberversagen in Erscheinung treten.

Was ist Zwingerhusten
Bei Zwingerhusten handelt es sich um eine Infektionskrankheit. Er ist also ansteckend. Erreger sind Viren (z.B. Parainfluenza, canines Adenovirus2, teilweise Herpes Virus canis und auch das menschliche Grippevirus A2) und manche Bakterien und Bakterienverwandte (Bordetella, Mykoplasma).
Die Übertragung der Erreger geschieht durch Tröpfcheninfektion, das heißt: Der Erkrankte niest oder hustet den Erreger aus und dieser wird durch den Luftstrom zum nächsten "Opfer" getragen.
Einige Tage (zwischen 3 und 14) nach der Ansteckung treten Atembeschwerden, Husten und Nasenausfluss auf. Der Husten kommt schlagartig und ist oft mit einem Würgereiz bzw. Erbrechen von weißem Schleim verbunden. Der Nasenausfluss ist zu Beginn meist klar, kann aber auch eitrig werden.
Menschen mit Grippe können ihre Hunde anstecken - umgekehrt aber nicht ! )

Was ist Parainfluenza
Der Parainfluenza-Virus löst eine influenza-ähnliche Erkrankung aus, die sich als trockener, sehr heftiger Husten zeigt.
Diese Viren spielen im Zwingerhustenkomplex eine Hauptrolle.


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