Tierärztlicher Hausbesuchdienst 

Tierarzt auf Rädern


Ihr Tierärztlicher Hausbesuchdienst

Auszug aus der Internetseite www.tierarzt-auf-raedern.de

Schutzimpfungen & Entwurmung für Katzen...

Die Impfung In der Jugend beginnt die Vorsorge
Jede Impfung besteht aus der sogenannten Grundimmunisierung und den ein- bis dreijährlichen Auffrischungsimpfungen.
Eine Grundimmunisierung besteht aus 2 Teilimpfungen im Abstand von 3-4 Wochen und einer weiteren maximal 12 Monate später. Sie hat zum Ziel im Körper eine Art Gedächtnis hervorzurufen, das für einen Zeitraum von etwa einem Jahr anhält. Auffrischungsimpfungen sollten daher maximal 14 Monate später stattfinden, da dieser Effekt sonst verloren gehen kann und eine neuerliche Grundimmunisierung nötig ist.

Damit Sie die Auffrischungsimpfung nicht vergessen, haben wir für Sie einen kostenlosen Impferinnerungsservice eingerichtet. Sie werden dann zukünftig per Email von uns an anstehende Impfungen erinnert.

Nicht jede Katze benötigt jede Impfung. Sie müssen sich überlegen, ob die Katze eine reine Wohnungskatze sein wird, oder ob Sie raus darf.
Was machen Sie im Urlaub? Nehmen Sie Ihren Liebling mit, kommt sie in eine Pension oder lassen Sie sie von Nachbarn pflegen. Selbst das Alter Ihrer Katze ist für einige Impfungen entscheidend. Aus jeder Variation können unterschiedliche Impfansprüche entstehen.
Wir beraten Sie eingehend, damit keine Über- oder Unterimpfung entsteht.

Voraussetzung für eine Schutzimpfung
  • Nur gesunde Katzen dürfen geimpft werden
  • Parasitenfreiheit, d.h. vorhergehende Entwurmung und Entflohung
  • Vermeidung von Stress wie z.B. Besitzer- oder Ortswechsel
  • Einhaltung der Impfintervalle
Das angeführte Impfschema stellt eine Richtlinie dar. Sie können jedoch von Ihrem Tierarzt einen individuellen Impfplan erstellen lassen.

Impfschema für Katzenwelpen:
9. Lebenswoche Impfung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche
12. Lebenswoche Impfung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut und Leukose
16. Lebenswoche Impfung gegen Tollwut und Leukose

Für erwachsene bisher ungeimpfte Katzen:
  • Impfung der Katze gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose und Tollwut (Variationen je nach Lebensweise möglich)
  • 3-4 Wochen später Wiederholung der gleichen Impfung
  • danach Auffrischung alle ein bis drei Jahre, je nach Impfstoff und Infektionsdruck

Interessant: Reiseplaner für Haustiere. Welche Krankheiten gibt es im Ausland und wie bereite ich meine Katze darauf vor. Auch als App fürs Smartphone

Nach oben
Die Entwurmung
Warum entwurme ich meine Katze? Regelmäßige Entwurmung ist eine hygienische Pflicht, um sowohl die Katze als auch den Menschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.
Die Entwurmung ist aber keine Impfung. Sie schützt nicht über einen gewissen Zeitraum vor Neubefall. Sie tötet nur den aktuellen Befall ab. Geht Ihr Liebling morgen wieder raus, kann er in vier Wochen einen neuen erwachsenen Wurm haben.

Infektionswege von Würmern:
Saugwelpen werden bereits über die Muttermilch mit Spulwürmern infiziert. Die vorwiegende Übertragung erfolgt durch die Ausscheidung von Wurmeiern mit dem Kot, die sich in der Umgebung zu infektionsfähigen Larven entwickeln. Diese gelangen dann über die Maulhöhle in den Magen-Darmtrakt unserer Haustiere. Weiterhin ist ein Befall durch den Verzehr von rohem Fleisch oder auch Fliegen möglich.
Larven von Hakenwürmern sind sogar in der Lage die gesunde Haut der Katze zu durchdringen. Bandwürmer hingegen geben einzelne Glieder ab, die im eingetrockneten Zustand einem Reiskorn gleichen. Diese müssen aber erst von einem Floh oder einem Nagetier aufgenommen werden, um für die Katze ansteckend zu werden. Daher geht eine wirksame Bandwurmvorbeuge mit einer regelmäßigen Flohbekämpfung Hand in Hand.

Wohnungskatzen entwurmen?
Verschiedene Studien zeigen, dass bis zu 20% der wurmpositiv getesteten Kotproben von Wohnungskatzen stammen. Also sind 20% der verdächtigen Katzen (sonst testet man normalerweise nicht) Wohnungskatzen.
Diese Katzen bekommen Würmer z.B. durch gefangene Fliegen, Flohbefall oder an den Schuhen ihrer Herrchen/Frauchen mitgebracht. Selten auch mal durch rohes Fleisch. Für reine Wohnungskatzen empfehlen wir eine Entwurmung jährlich... oder bei Verdacht.

So entwurmen Sie Ihre Katze richtig:
Muttertiere: 10 Tage vor der Geburt
Welpen ab dem 14. Lebenstag: Alle 2 Wochen bis zum Absetzen der Welpen gemeinsam mit der Mutter. Dann noch 2 mal.
Wohnungskatzen 1x jährlich
Freigänger min. 4x jährlich
Sowie 3 Tage vor (oder 14 Tage nach) jeder Schutzimpfung... nur nicht gleichzeitig.
Variationen der Darreichung bei der Nutzung unterschiedlicher Präparate sind möglich. Folgen Sie den Anweisungen Ihrer Tierärztin.

Interessant:
     - Individuelle Entwurmung leicht gemacht II: Gefahren für den Menschen      - Nematoden
     - Bandwürmer
     - Giardien Nach oben

Schutzimpfung gegen Borreliose
descriptiondescription
Leider gibt es noch keine Impfung gegen Borreliose für Katzen.
Der beste Schutz gegen Borreliose bleibt die Vorsorge (Anti-Zecken-Mittel alle 3-4 Wochen) und das regelmäßige, tägliche Absuchen des Tieres nach Zecken. Die Übertragung der Borreliose findet i.d.R. nicht in den ersten 24h statt.

Interessant:
     - Zecken
     - Zeckenbiss, Zeckenentfernung
     - Flöhe, Flohbefall, Flohprophylaxe

Nach oben
Die Krankheiten
Was ist Katzenschnupfen?
Ist ein Sammelbegriff für eine durch verschiedene Erreger hervorgerufene Atemwegserkrankung. Typisch ist der eitrige Augen- bzw. Nasenausfluss. Die Tiere niesen und husten. Sie fressen nicht, entweder durch Fieber, manchmal entwickeln sich auch Geschwüre auf der Zunge. Um dieser in manchen Fällen nicht ausheilbaren Erkrankung vorzubeugen, ist eine Impfung unbedingt angeraten (siehe Impfplan Katze).

Was ist Katzenseuche oder Panleukopenie?
Dabei handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung der Katze, die gerade bei jungen Kätzchen sehr oft tödlich endet. Die Krankheit beginnt meist mit Erbrechen und hochgradigem Fieber, danach stellt sich meist unstillbarer Durchfall ein. Dieses Virus ist besonders gefährlich, da es äußerst widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse ist. Verseuchte Gegenstände können bis zu einem Jahr infektiös bleiben! Daher kann selbst der Mensch als indirekter Überträger fungieren. Schutz kann nur durch Impfung erreicht werden (siehe Impfplan Katze).

Was ist Leukose?
Leukose ist eine mittlerweile bei uns sehr weit verbreitete Viruserkrankung, die durch direkten Kontakt mit erkrankten Katzen übertragen wird. Besonders tückisch ist, dass infizierte Katzen jahrelang gesund erscheinen. Deshalb sollte man vor der ersten Impfung einen Leukosetest durchführen. Die Symptome dieser Erkrankung sind sehr vielfältig, doch häufig kommt es zu einer Blutarmut oder einer Tumorerkrankung. Heilung ist keine möglich, daher steht auch hier die Vorsorge im Vordergrund (siehe Impfplan Katze).

Was ist Tollwut
Die schlimmste aller Viruserkrankungen ließ sich bisher nicht ausrotten oder eindämmen.
Anzeichen: abnormes Verhalten, Beißwut, Lähmungen und Krämpfe, Schluckbeschwerden.
Die Schutzimpfung der Katze ist besonders wichtig, da so die Übertragungskette vom erkrankten Wildtier auf den Menschen unterbrochen wird. In Tollwutsperrbezirken ist die Impfung für die Katze unter Umständen lebensrettend, da frei laufende Katzen als tollwutverdächtig getötet werden können, wenn sie nicht die Tollwutimpfmarke mit der Jahreszahl der letzten Impfung am Halsband tragen.

Gibt es noch Tollwut in Deutschland?
Die Säugetiertollwut gilt in Deutschland als ausgerottet. Die Fledermaustollwut nicht. Die Fledermaustollwut ist ansteckend für Säugetiere. Eine geschwächte, am Boden krabbelnde Fledermaus ist ein prima Spielzeug für Katzen und Hunde und somit ein nicht zu unterschätzender Infektionsquell.
Weiterhin werden immer mehr Haustiere aus dem Ausland nach Deutschland "geschmuggelt". In den meisten Ländern dieser Welt ist die Tollwut weiterhin ein ernstzunehmendes Problem. Besteht der Verdacht, dass Ihr Tier mit einem tollwütigen Tier Kontakt hatte, wird der Tollwuttiter im Blut gemessen. Dieser gibt Informationen über die durch Impfungen erreichte Immunität des Tieres gegen Tollwut.
Ist der Titer z.B. durch nicht- oder zu seltenes Impfen zu niedrig, gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Ihr Tier wird sofort eingeschläfert.
2. Ihr Tier kommt 6 Monate in totale Quarantäne.
Was geschieht liegt im Ermessen des Sachbearbeiters. Nicht selten wird die Einschläferung als die "tierfreundlichere" Variante vorgezogen.
Ob eine Infektion vorgelegen hat, kann ansonsten nur am toten Tier nachgewiesen werden. Wurde Tollwut nachgewiesen, werden alle nicht geimpften Kontakttiere ebenfalls getötet.

Interessant: Rabies - Bulletin - Europe, Das europäische Tollwut-Informations-System der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) (englisch)

Was ist FIP?
Eine langsam verlaufende Viruserkrankung, die meist durch Gewichtsverlust und gleichzeitiger Umfangsvermehrung im Bauchbereich auffällt. Dies ist auf eine Bauchfellentzündung zurückzuführen. Auch Flüssigkeitsergüsse in den Brustkorb sind möglich. Nebenbei gibt es auch noch andere Verlaufsformen, wie Augenerkrankungen, zentralnervale Erkrankungen und Gelbsucht. Eine erfolgversprechende Therapie ist leider auch hier nicht anzubieten. Eine Schutzimpfung gegen diese Erkrankung ist möglich, wenn der Erfolg derzeit auch noch umstritten ist. Wir raten deshalb von dieser Impfung ab.

Nach oben



© by Tierarzt auf Rädern
Ihr Tierärztlicher Hausbesuchdienst in Hamburg
Dr. med. vet. Imke Bartels
Tel: 0172 / 724 03 32 | Fax: 040 / 64 53 96 97
Internet: http://www.tierarzt-auf-raedern.de
© Tierarzt auf Rädern 2004- Suchen Einem Freund empfehlen Impressum