Tierärztlicher Hausbesuchdienst 

Tierarzt auf Rädern


Ihr Tierärztlicher Hausbesuchdienst

Auszug aus der Internetseite www.tierarzt-auf-raedern.de

Tierärztlicher Notfall

Was tun im Notfall...

Für meine Patienten - also Menschen und Tiere, die schon in meiner Kundenkartei stehen - stehe ich im Notfall jederzeit zur Verfügung; auch außerhalb meiner Sprechstunden sowie Samstags, Sonntags und Feiertags.

Leider können wir nicht jeden Tierarzt ersetzen, der nach Feierabend sein Telefon aus macht. Ist Ihr Tierarzt nicht zu erreichen, wenden Sie sich bitte an den Tierärztlichen Notdienst (s.u.).

Hamburger Notfallnummern...  
Tierärztlichen Notfalldienst Hamburg
7x24h, Tonband sagt Notdienst an. Dann müssen Sie dort hin fahren. Ein Service der Tierärztekammer Hamburg.

040 - 43 43 79
Tierärztlichen Versorgung herrenloser Tiere
7x24h vor Ort, Tierrettungsdienst des Hamburger Tierschutzvereins

040 - 22 22 77
Vergiftungszentrale
7x24h kostenlose Telefonberatung für Mensch und Tier (die Beratung ist kostenlos, der Anruf kostet die normalen Gebühren)

0228 - 19 240
Tierschutzinspektion des Tierschutzvereins
Sprechzeit 8.00 - 10.00 Uhr
Andere Zeiten über Zentrale: 040 - 21 11 06 - 0
zuständig bei Tiermisshandlungen und schlechter Tierhaltung

040 - 21 11 06 - 12
040 - 21 11 06 - 25
Zögern Sie nicht, im Notfall sofort einen Tierarzt zu verständigen, da ihr Liebling oft nur durch schnelles Eingreifen gerettet werden kann!
Gerade kleine Tiere sind schon nach zwei Tagen ohne Nahrungsaufnahme so geschwächt, dass eine Behandlung oft schon keinen Erfolg mehr bringt.

Checkliste
Wenn Sie Ihrem Tierarzt schnell und sicher auf folgende Fragen antworten können, helfen Sie mit, vielleicht entscheidende Zeit zu sparen:
  • Wie verhält sich Ihr Tier?
  • Seit wann verhält es sich so?
  • Reagiert es auf Sie?
  • Kann es noch stehen?
  • Wurde es bereits behandelt?
  • Womit wurde es behandelt?
  • Hat es Medikamenten-Unverträglichkeiten?

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Hinweise und wichtige Verhaltensregeln bei Notfällen... 
Interessant: Vortragsscript im Downloadbereich Erste Hilfe bei Haustieren , http://www.tierarzt-auf-raedern.de/tierarzt-leistung/erste-hilfe-beim-tier-handout.pdf

Grundsätzlich gilt: Verändert sich das Verhalten Ihres Tieres, muss die Ursache dafür gefunden werden. Ein Problem besteht nicht nur dann, wenn Ihr Tier offensichtlich leidet. In der Natur ist ein leidendes Tier immer ein potentielles wehrschwaches oder wehrloses Opfer. Ein deutlicheres Zeichen für ein Problem ist also oft ein extrem unauffälliges Verhalten (verstecken, viel schlafen etc).
Gerade bei kleinen Tieren kann ein zu langes warten die Heilungschancen extrem verschlechtern. Ein Meerschweinchen ist z.B. nach zwei Tagen ohne Nahrungsaufnahme oft schon so schwach, dass eine Narkose lebensgefährlich wird. Kontaktieren Sie deshalb bei ungewöhnlichem Verhalten sofort ihren Tierarzt. Autounfälle, massive Verletzungen oder Fensterstürze sind zumindest aufgrund des Schockzustandes immer echte Notfälle. Nehmen Sie deshalb in jedem Fall, auch wenn Sie äußerlich keine Veränderungen an Ihrem Tier feststellen können, sofort Kontakt mit Ihrem Tierarzt auf! Es könnte schwere innere Verletzungen davongetragen haben, die sich auch erst nach Stunden lebensbedrohlich auswirken können.

Atemnot
Erschwerte, frequentere oder von röchelnden Geräuschen begleitete Atmung deutet auf Atemnot hin, welche durch Herzprobleme oder Hindernisse im Atmungstrakt entstehen kann. Durch Sauerstoffmangel färben sich Zunge und Schleimhäute bald bläulich. Ihr Tier braucht dringend Sauerstoff und die geeignete Therapie!

Bewegungs- oder Koordinationsstörungen
Bemerken Sie bei Ihrem Vierbeiner eine plötzlich aufgetretene hochgradige Lahmheit, sodass er entweder seine Hinterbeine nur nachzieht oder eine Extremität schlaff zu Boden hängt, kann dies durch einen Bandscheibenvorfall oder andere neurologische Erkrankungen hervorgerufen werden. Unsicherer Gang oder Koordinationsstörungen können durch Durchblutungsstörungen im Gehirn, Schlaganfall oder Herzschwäche verursacht werden. Rufen Sie bitte bei neurologischen Symptomen schnell Ihren Tierarzt!

Fremdkörper im Ohr
Bei plötzlichem, starkem Kopfschütteln oder Kratzen an den Ohren könnte z.B. eine Mäusegerstengranne ins Ohr eingedrungen sein, die sich durch ihre Widerhaken immer weiter Richtung Trommelfell bewegt. Bei Perforation des Trommelfells kann dieser in den Mittel- oder Innenohrbereich gelangen und zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden.
Selbstverständlich sind auch andere Ursachen möglich. Kontaktieren Sie bitte schnell Ihren Tierarzt.

Harnverhaltung
Sollte Ihr Haustier längere Zeit keinen Harn mehr abgesetzt haben oder ständig erfolglos versuchen, Harn abzusetzen, liegt möglicherweise eine Verlegung der Harnwege in Form von Harnsteinen, Harngrieß vor oder nach Unfällen sogar eine Ruptur der Harnblase. Diese Ursachen können rasch zu lebensbedrohlichen Zuständen führen und bedürfen einer sofortigen ärztlichen Behandlung.

Krampfanfälle
Epileptische oder epileptiforme Anfälle führen zu krampfartigen Symptomen. Ihr Tier fällt meist plötzlich unvermittelt zu Boden und beginnt mit abgestreckten Gliedmaßen zu krampfen, oft ist Speichelfluss aus dem Maul erkennbar und das Bewusstsein des Tieres ist verlorengegangen. Diese Anfälle dauern nur einige Sekunden bis Minuten und sehen meist schlimmer aus als sie wirklich sind. Bei langen Anfällen kann jedoch wegen der enormen Kreislaufbelastung Lebensgefahr bestehen. Die Ursache der Anfälle sollten Sie so rasch wie möglich von Ihrem Tierarzt abklären lassen.

Magendrehung
Bei großen Hunderassen kann es nach hastiger Nahrungsaufnahme zu einer sogenannten Magendrehung kommen. Sie erkennen diese daran, daß Ihr Hund unaufhörlich versucht zu erbrechen und sich seine Bauchwand hinter dem Rippenbogen immer mehr aufbläht. Eine solche Magendrehung ist ein absolut lebensgefährlicher Zustand und führt ohne sofortigen chirurgischen Einsatz binnen weniger Stunden zum Tod.

Tiefe, klaffende, verschmutzte oder durch Biss entstandene Verletzungen
benötigen dringend eine tierärztliche Versorgung, da nur dadurch eine komplikationslose Abheilung gewährleistet ist.

Tiere in Seitenlage
Für ein Tier in Seitenlage, welches von selbst nicht mehr aufstehen kann, besteht meist akute Lebensgefahr! Nehmen Sie so schnell wie möglich Kontakt zu Ihrem Tierarzt auf.

Unstillbares Erbrechen und / oder Durchfall
Erbrechen und Durchfall können sehr viele verschiedene Ursachen haben und sind v.a. dann lebensgefährlich, wenn die Symptome sehr stark und längerandauernd sind. Hinter den Symptomen können sich virale oder bakterielle Infektionserkrankungen, verschluckte Fremdkörper (z.B. Spielzeug), Magendrehung, Darmverschluss oder auch zentralnervale Erkrankungen verbergen. Es gilt stets: je kleiner das Tier, desto gefährlicher ist die Symptomatik zu sehen, da kleine, junge oder ältere Tiere sehr leicht austrocknen, d.h. Flüssigkeit verlieren und damit Gefahr laufen, einen Kreislaufkollaps zu erleiden. Die Ursachen müssen durch Ihren Tierarzt behoben und weiterer Austrocknung vorgebeugt werden.

Vergiftungen
Sollten Sie Ihr Tier bei der Aufnahme von Gift beobachtet haben, versuchen Sie einen Teil desselben sicherzustellen, bei Medikamenten den Namen zu notieren und eventuell die Packungsinformation mitzunehmen und rufen Sie sofort Ihren Tierarzt. Je schneller eine Behandlung erfolgen kann, desto besser sind die Überlebenschancen für Ihr Tier.
24h kostenlose Telefonberatung in Vergiftungsfällen erhalten Sie bei der Vergiftungszentrale unter 0228-19240
Online-Infos gibt es z.B. auf Tiervergiftungen.ch und Giftpflanzen.ch

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Ihr Tierärztlicher Hausbesuchdienst in Hamburg
Dr. med. vet. Imke Rieksmeier
Tel: 0172 / 724 03 32 | Fax: 040 / 64 53 96 97
Internet: http://www.tierarzt-auf-raedern.de
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